Symptome und Phasen

Symptome und Phasen eines Burnout

„Wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben“

Phasen des BurnoutEin Burnout nimmt häufig einen typischen Verlauf. Nach einer enthusiastischen Phase stagniert das Engagement, es entwickelt sich eine zunehmende Frustration mit weiterer Reduktion des persönlichen Einsatzes. Am Ende steht eine zunehmende Verflachung und Entwicklung einer Depression und Verzweiflung. Bereits in der Anfangsphase treten körperliche Beschwerden auf, deren Intensität im Laufe des Burnout zunehmen.

Burnout ManagerEine frühes Erkennen von Gefährdeten oder Betroffenen ist eine wichtige Maßnahme, um den Verlauf effektiv zu beeinflussen und sowohl dem Betroffenen als auch dem Unternehmen bei der Bewältigung zu helfen.

Das DZIP bietet spezielle Analyseverfahren zur Früherkennung und bewährte präventive Maßnahmen für den Einzelnen und auch Unternehmen an.

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Warnsymptome eines Burnout

  • Warnsymptome der Anfangsphase (Enthusiasmus)
    • Vermehrtes Engagement für berufliche Ziele
    • Der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt
    • Hyperaktivität
    • Erhöhter, unbezahlter Einsatz
    • Nichtbeachten eigener Bedürfnisse
    • Verdrängen von Misserfolgen
    • Beschränkung sozialer Kontakte auf einen Bereich
    • Erschöpfung
    • Chronische Müdigkeit
    • Energiemangel
  • Reduziertes Engagement (Stagnation)
    • Völlige Hinwendung zu einem Bereich kann nach einiger Zeit das Gegenteil hervorrufen (Rückzug)
    • Der Betroffene verliert die positiven Gefühle gegenüber seinen Mitmenschen
    • Stereotypisierung
    • Distanzbedürfnis und Meidung von Kontakten, der Kunde/Mitarbeiter wird zum Feind
    • Schuldzuweisungen
    • Negative Einstellung und Vernachlässigung der Arbeit
    • Verstärkter Rückzug auch von privaten Problemen
    • Erhöhte Ansprüche an das Umfeld; häufiges Gefühl ausgenützt und nicht anerkannt zu werden
  • Emotionale Reaktionen (Frustration)
    • Desillusionierung mit Aufgabe wichtiger Lebensziele
    • Schuldzuweisungen
    • Depression gegen sich selbst oder Aggression gegen andere
    • Schuldgefühle
    • vermindertes Selbstwertgefühl
    • Aggressionen blockieren Veränderungen und führen zu häufigen Wutausbrüchen
  • Abbau
    • Reduziertes Engagement steigert sich zum Abbau (sichtbar in der Arbeit)
    • Desorganisation
    • Unsicherheit
    • Probleme bei komplexen Aufgaben und Entscheidungen
    • verringerte kognitive Leistungsfähigkeit
    • Verminderte Motivation und Kreativität
    • Die Arbeit wird gerne auf den Dienst nach Vorschrift reduziert
  • Verflachung (Apathie)
    • Abbau in der Arbeit und zusätzlich Verflachung des emotionalen, geistigen und sozialen Lebens
    • Gleichgültigkeit, Einsamkeit, Desinteresse
    • Konzentration der Wahrnehmung auf die eigene Person
    • Probleme bei sozialen Kontakten: Vermeidung von Kontakten, übertriebene Bindung an eine bestimmte Person, ständige Suche nach interessanten Kontakten

Psychische Folgen des Burnout

  • Verlust von Lebensfreude und Optimismus
  • Gefühl der Wertlosigkeit
  • Konflikte mit Arbeitskollegen, Lebenspartnern und Familienangehörigen
  • Eintauchen in eine von Ausweglosigkeit, Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit gekennzeichnete, immer enger werdende Welt

Psychosomatische Reaktionen

  • Schwächung des Immunsystems und gehäuft Infektionserkrankungen
  • Verspannungen
  • Schlafstörungen
  • Kreislaufstörungen
  • Verdauungsstörungen
  • Essstörungen
  • Drogenkonsum
  • Chronische Müdigkeit und dauerhafte Leistungsschwäche

Verzweiflung im Endstadium des Burnout

  • Existentielle Verzweiflung
  • Negative Lebenseinstellung
  • Gefühl der Hilflosigkeit
  • Gefühl der totalen Sinnlosigkeit
  • Suizid

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