01 Symptome & Ursachen
Allergien
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Definition
Eine Allergie ist eine übermäßige Abwehrreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe, die als Allergene bezeichnet werden.
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Was ist eine Allergie?
Bei einer Allergie reagiert der Körper auf harmlose Umweltstoffe wie Pollen, Hausstaubmilben, Nüsse oder andere Nahrungsmittel. Diese Reaktion kann sofort auftreten oder sich verzögert entwickeln.
Eine solche Fehlreaktion beginnt häufig mit einer Sensibilisierung: Das Immunsystem merkt sich einen Stoff als vermeintlich gefährlich. Sobald Krankheitssymptome auftreten, spricht man von einer Allergie.
04 Immunreaktion
Wie funktioniert eine Allergie?
Wenn der Körper eine fremde Substanz aufnimmt, prüft das Immunsystem, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem fälschlicherweise auf harmlose Stoffe, wie z. B. Pollen oder Nüsse.
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Symptome
- 01 Reaktionen im Mund und Rachenraum (pelziges Gefühl auf der Zunge, Juckreiz im Rachen oder eine Lippenschwellung)
- 02 Hautreaktionen (Schwellung, Rötung, Quincke Ödem)
- 03 Beschwerden im Verdauungstrakt (Übelkeit, Durchfall, Erbrechen)
- 04 Atembeschwerden (Luftnot, Husten)
Die Symptome bei Nahrungsmittel-Allergien, insbesondere bei Typ 3 Allergien müssen nicht immer mit Magen-Darm-Beschwerden oder den zuvor beschreibenen Beschwerden einhergehen. Aufgrund des eher entzündlichen Mechanismus finden sich häufig:
- 05 Reizdarm (Blähungen, Durchfälle)
- 06 Obstipation
- 07 Entzündungen im Magen-Darm-Bereich
- 08 Bluthochdruck
- 09 Hautprobleme
- 10 Migräne / Kopfschmerzen
- 11 Übergewicht
- 12 Muskelschmerzen (Myalgien)
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Ursachen
Was passiert bei einer Allergie im Körper?
Nimmt der Körper eine fremde Substanz über den Magen-Darm-Trakt, die Nase oder die Haut auf, prüft das Immunsystem, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt. Ist das der Fall, wird er durch eine komplexe Abwehrreaktion bekämpft. Gelegentlich kann das Immunsystem nicht zwischen schädlichen und unproblematischen Substanzen unterscheiden und wehrt sich plötzlich gegen harmlose Stoffe, die zum Beispiel in Pollen oder Nüssen vorkommen. Eine solche Reaktion des Immunsystems bezeichnet man als Sensibilisierung. Sobald sich Krankheitssymptome bemerkbar machen, spricht man von einer Allergie. Diese allergischen Reaktionen treten häufig erst nach wiederholtem Kontakt auf. Je nachdem, auf welche Weise das Immunsystem auf einen Stoff reagiert, unterscheidet man grundsätzlich vier verschiedene Allergietypen.
07 Allergietypen
Die vier Haupttypen von Allergien
Typ I-Allergie (Soforttyp)
- Beispiele: Heuschnupfen, Allergien gegen Hausstaubmilben, Nahrungsmittel
- Reaktionszeit: Minuten bis wenige Stunden
- Symptome können heftig und sogar lebensbedrohlich sein
Typ II-Allergie
- Richtet sich gegen Bestandteile von Körperzellen
- Reaktionszeit: 6 bis 12 Stunden
- Beispiele: Allergische Reaktionen bei Bluttransfusionen
Typ III-Allergie
- Reaktionszeit: Stunden bis Tage
- Betrifft verschiedene Körpergewebe
- Kann mit entzündlichen Prozessen verbunden sein
Typ IV-Allergie (Spätallergie)
- Reaktionszeit: 12 bis 72 Stunden nach Kontakt
- Beispiele: Kontaktallergien auf Metalle und Kunststoffe
Häufige Symptome
- 01 Reaktionen im Mund- und Rachenraum
- 02 Hautreaktionen
- 03 Beschwerden im Verdauungstrakt
- 04 Atembeschwerden
Bei Typ III-Allergien können auch andere Symptome auftreten, wie
- 01 Reizdarm
- 02 Bluthochdruck
- 03 Hautprobleme
- 04 Migräne
- 05 Übergewicht
- 06 Muskelschmerzen
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Diagnose
Die Diagnose einer Allergie erfolgt schrittweise und richtet sich nach Beschwerden, Auslösern und vermutetem Allergietyp.
- 01 Anamnese: Gespräch über Beschwerden und Situationen, in denen sie auftreten
- 02 Pricktest bei Verdacht auf Typ-I-Allergien
- 03 Bluttest auf spezifische Antikörper: Nachweis spezifischer Antikörper bei Typ I-Allergien und bei Typ-III-Allergien
- 04 Lymphozytentransformationstest (LTT) bei Verdacht auf Typ-IV-Allergien
- 05 Epikutantest bei Verdacht auf Kontaktallergien
- 06 Provokationstest mit direkter Exposition unter ärztlicher Aufsicht
Die Therapie einer Nahrungsmittelallergie besteht in erster Linie darin, das allergieauslösende Lebensmittel zu meiden. Allerdings ist dies nicht immer einfach. Gerade bei Allergien gegen Grundnahrungsmittel oder mehrere Nahrungsmittel kann es schwierig werden, trotzdem abwechslungsreich zu essen und Defizite zu vermeiden. Eine Ernährungsberatung und therapeutische Begleitung ist daher sehr sinnvoll.
Bei Nahrungsmittel-Allergien vom Typ 3 besteht die Therapie in einer Vermeidung für einen bestimmten Zeitraum, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, die Funktionalität der Darm-Membran wiederzuerlangen und die Verträglichkeit auf die primär unverträglichen Nahrungsmittel zu verbessern.
Eine Desensibilisierung kann ebenfalls in einzelnen Fällen sinnvoll sein.
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Therapie
Die Haupttherapie bei Nahrungsmittelallergien besteht darin, das auslösende Lebensmittel zu meiden. Dies kann herausfordernd sein, besonders bei Allergien gegen Grundnahrungsmittel.
Wichtig: Wichtig ist fast immer eine Ernährungsberatung und therapeutische Begleitung, um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen und Nährstoffdefizite zu vermeiden. Bei Typ III-Allergien kann eine zeitweilige Vermeidung helfen, die Darmfunktion zu verbessern und die Verträglichkeit zu steigern.
In einigen Fällen kann auch eine Desensibilisierung sinnvoll sein.
11 Behandlungsfelder
Weitere Behandlungsfelder
Der erste Schritt ist ein ärztliches Gespräch.
Wenn Sie Ihre Allergie-Beschwerden gemeinsam mit einem Arzt abklären lassen möchten, laden wir Sie zu einem persönlichen Erstgespräch ein.
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