Stoffwechsel-
erkrankungen

Symptome & Ursachen
Krankheitsbild DZIP, Stoffwechselstörung, Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenerkrankung

Laut Wikipedia versteht man unter Stoffwechselstörung, „auch Stoffwechselanomalie genannt, medizinisch die pathologischen Abweichungen der Stoffwechselvorgänge. Diese werden häufig durch genetisch bedingten Enzymmangel verursacht, können aber auch erworben sein.“

„Die Krankheiten werden gekennzeichnet durch:

  • Erhöhung von Stoffwechselzwischenprodukten (wie Alkaptonurie, Methylmalonazidurie, Phenylketonurie, Porphyrie)
  • Defekte des Transports von Substanzen (z. B. Hartnup-Krankheit, Cystinurie)
  • Produktion von ungewöhnlichen Metaboliten (wie Phenylbrenztraubensäure bei Phenylketonurie, Dicarbonsäuren bei Fettsäureoxidationsstörungen)
  • Speicherung von Stoffwechselprodukten (Thesaurismosen)

Es können Störungen im Fettstoffwechsel (z. B. Hyperlipoproteinämien, also eine Erhöhung der Blutfette), im Aminosäuren- bzw. Eiweißstoffwechsel (z. B. Porphyrie, eine Störung der Bildung des Hämoglobin), im Kohlenhydratstoffwechsel (z. B. bestimmte Formen der Zuckerkrankheit) und im Mineralstoffwechsel (z. B. Phosphatmangel) auftreten.“

Im Grundsatz beschreibt dies wesentliche zugrunde liegende Mechanismen von Stoffwechselstörungen. Neben diesen sehr fest umrissenen Fehlfunktionen und den damit gekoppelten Erkrankungen finden sich im Alltag häufig diskretere Abweichungen in Stoffwechselmechanismen, die üblicherweise nicht behandelt werden.

Ein 2003 im „British Medical Journal“ veröffentlichter Editorial enthielt den folgenden Kommentar: „Es ist mittlerweile üblich für einen Hausarzt, mit Patienten umzugehen, deren Symptome nicht mit einer bestimmten organischen Ursache oder einer gut definierten Krankheit zusammenhängen, sondern sie Scheinen eher von einer chronischen Entzündung unbekannter Herkunft abzuhängen“.

„Es wird daher eine zunehmende Herausforderung darstellen, die Mechanismen in der Entstehung von Symptomen zu verstehen, anstatt sie im Namen einer Krankheit aufzulisten. Wir müssen erkennen, dass wir Patienten behandeln, nicht Krankheiten oder Symptome. Gleiche Beschwerden, gleiche Laborveränderungen können unterschiedliche Ursachen haben.“ (Dr. Mario Krause)

Chronische Erkrankungen entstehen fast immer über eine lange Zeitspanne, die durch die veränderte Funktionalität eines oder mehrerer Organsysteme gekennzeichnet ist. Diese Dysfunktionen basieren auf Wechselwirkungen zwischen unserem Lebensstil, der Umwelt und unseren genetischen Prädispositionen. Dabei ist der wichtigste Faktor sicherlich unser Lebensstil und erfreulicherweise auch der Faktor, den wir selbst beeinflussen können.

Heute ist Stress ein weiterer Aspekt unserer Lebensstile, die sich mit der industriellen und technologischen Zivilisation verändert haben. In der Vergangenheit folgten Jäger und Sammler sowie Bauern und Züchter den von der Natur auferlegten Rhythmen: Sie folgten zirkadianen Rhythmen, die durch Licht und Dunkelheit verursacht wurden. Heute sind wir dauerhaft Stress-Reizen ausgesetzt, sowohl auf der Ebene psychischer, ökologischer und ernährungsphysiologischer Stressoren. Die in der Vergangenheit ausreichenden Kampf- oder Fluchtreflexe und die darauf abgestimmten Reaktionen des Stoffwechsels (Hormonsystem und Immunsystem), haben hier in ihrer Wirksamkeit verloren.

Eine auf funktioneller Ebene ausgerichtete Stoffwechsel-Medizin untersucht subtile Veränderungen zum Beispiel folgender Systeme:

  • Störungen und Einschränkungen des Verdauungssystems, des absorbierenden Systems und des Mikrobioms
  • Einschränkungen von Entgiftungs- und Biotransformationsprozessen
  • Ungleichgewicht im Immun- und Entzündungssystem
  • Ungleichgewicht im Zuckerstoffwechsel
  • Ungleichgewicht in der Körperzusammensetzung
  • Funktionelle Störungen des Muskel-Skelettsystems, von Widerstand, Kraft und Elastizität
  • Einflüsse auf psychischer und psychosomatischer Ebene
  • Hormon- und Neurotransmitter-Ungleichgewicht
  • Dysfunktionen des mitochondrialen Stoffwechsels
  • Dysbalance von Fettsäuren
  • Störungen des Säure-Basen-Haushaltes
  • Abweichungen des Methylierungswegs
  • Vitamin – Mineral – Aminosäure Ungleichgewichte

Therapie

Die Therapie fokussiert primär auf Veränderungen des Lebensstils und stützt sich auf Ernährung, Bewegung und Stress-Management. Dabei werden Ursache und Wirkung in Beziehung gesetzt und wenn möglich an den tatsächlichen Ursachen gearbeitet. Wir favorisieren biologische Ansätze, welche die funktionellen Zusammenhänge berücksichtigen und eine schonende Korrektur ermöglichen.